PLASBo

Harmonisierte Methoden für Plastik und Mikroplastik in Böden

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Mit diesem Forschungsvorhaben soll ein harmonisiertes Konzept zur Bestimmung von Plastik und Mikroplastik in österreichischen Böden entwickelt und erprobt sowie erste österreichweite Daten erhoben werden.

Während Plastik und Mikroplastik in Gewässern schon länger Gegenstand der Forschung sind, steht die Forschung zu Plastik und Mikroplastik in Böden und den möglichen Eintragspfaden erst am Anfang. Erste Abschätzungen legen jedoch nahe, dass die Belastung von Böden beträchtlich ist. Die Eintragsquellen sind dabei vielfältig. Sind Plastikpartikel erst einmal in den Boden eingebracht, verweilen sie und werden Teil einer komplexen Mischung aus organischem und mineralischem Material, das potenziell auch in die Nahrungskette von Tier und Mensch gelangen kann.

Zielsetzung

Zur Entwicklung eines harmonisierten Konzeptes zur Bestimmung von Plastik und Mikroplastik in österreichischen Böden, dessen Erprobung in der Praxis sowie einer ersten österreichweiten Datenerhebung sind folgende Schritte vorgesehen:

Entwicklung einer einheitlichen und validen Probenahme-Methodik für unterschiedlich genutzte Böden, die im Speziellen auf die Anforderungen für die anschließende Untersuchung auf Plastik und Mikroplastik Rücksicht nimmt. Für die Vielfalt von Standorten und Nutzungsvarianten der Böden (Land-/Forstwirtschaft, Stadt, etc.) werden österreichweit ca. 100 Proben entnommen.

Analyse der Bodenproben auf Plastikteilchen bis mindestens 50 µm Größe. Neben der Aufklärung eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Vorhandensein von größeren Plastikteilen und Mikroplastik wird in Hinblick auf ein mögliches zukünftiges Monitoring insbesondere angestrebt, eine kostengünstige und fachlich abgesicherte Routineanalyse für Plastik > 1 mm zu erarbeiten.

Erfassung und Bereitstellung der Untersuchungsdaten im Bodeninformationssystem des Bundes und der Bundesländer (BORIS), um die Belastung von Böden mit Plastik und Mikroplastik in weiterführenden Projekten umfassender zu dokumentieren und gemeinsam auszuwerten.

Bewertung möglicher konkreter bzw. diffuser Plastikeintragspfade durch die Zusammenschau von Standortcharakteristik und -historie und den ermittelten Plastikkonzentrationen.

Einbettung der Projektergebnisse in den internationalen Stand des Wissens zu Plastik im terrestrischen Umfeld sowie den erforschten Auswirkungen von Plastik (insbesondere Mikroplastik) auf Boden und Bodenlebewesen.

Zusammenfassung der Ergebnisse in einem Abschlussbericht sowie Präsentation der Ergebnisse im Rahmen einer Abschlussveranstaltung zur Information von FachexpertInnen und Öffentlichkeit.

Projektpartner & Projektstruktur

Bund-Bundesländer Kooperationsprojekt
Projektlaufzeit: 2021 – 2023 | Projektleitung: Umweltbundesamt

Die Bundesländer Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten, Burgenland und Wien haben sich gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) unter Beteiligung der AGES und des Umweltbundesamtes für die gemeinsame Finanzierung und Umsetzung dieses Projekts zusammengeschlossen. PLASBo ist ein Projekt der Forschungsplattform DaFNE des BMLRT.

Kontakt: Katharina Sexlinger MSc

Projektinformation PLASBo – ProjektNr. 101513: https://www.dafne.at

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